Mario’s Ironman Austria

20 07 2011

Nach mittlerweile 3 Wochen seit Überquerung der Ziellinie im Klagenfurter Europapark, fällt es gar nicht so leicht, die Emotionen des Tages zusammen zu fassen.

Die Hardfacts: 10:15:28 und somit Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 17 Minuten !

Die Softfacts: wieder mal ein Tag voller Emotionen und die Gewissheit, dass man nicht allein da draußen auf den 226 Kilometern ist. Danke an die Unterstützung an der Strecke (vor allem bei meinem Dreimäderlhaus – ihr seid super gewesen). Aber auch an meine Teamkameraden, die man immer wieder mal trifft und statt Konkurrenzdenken immer die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund steht.

Jetzt aber zum Wettkampf:
Trotz extremer Gelassenheit in den Tagen vor dem Wettkampf, kam vor dem Startschuss massive Nervosität auf. Aber das muss bei einer Langdistanz wahrscheinlich so sein, ist ja immerhin kein Kindergeburtstag. Gemeinsam mit meinen beiden Teamkollegen Peter und Alex haben wir das Pre-Start Prozedere wie automatisiert abgespielt und uns an das mittlerweise schon gewohnte rechte hintere Eck des Schwimmstartes begeben.
Nachdem endlich der Böllerschuss fiel, ging es in die 3,8 km lange Schwimmeinheit. Es lief alles planmäßig und nach der Wende in Richtung Lendkanal habe ich mein Tempo etwas verschärft. Im Lendkanal wurde es etwas eng und ungemütlich. Die letzten 100 Meter in Richtung neuem Schwimmausstieg waren nochmals eine ganz neue Erfahrung. Jetzt kann ich mir vorstellen wie es ist, wenn man im Kaffesud herumschwimmt.
Das Fazit beim Schwimmen: die angepeilten 1:15 zwar um 2 Minuten überboten, allerdings stagniert die Schwimmleistung seit 4 Jahren. Da muss und wird über den Winter etwas passieren.

Dann ging’s rauf auf das Rad und hinein in meine Paradedisziplin. Von Beginn an galt nur eines: kontrolliert fahren und Peter einholen. Ersteres funktionierte perfekt, nur Peter konnte ich nicht finden. Nach ca. 70 Km hatte ich sogar kurz mal den Gedanken ich könnte ev. sogar vielleicht schneller geschwommen sein oder ich hab ihn vielleicht in der Wechselzone überholt. Naiv ich weiß. Bei der Anfahrt zur Wende in Klagenfurt hab ich ihn dann endlich gesehen und bei Km 110 war die Lücke geschlossen. Ich konnte mich nach kurzer gemeinsamer Fahrt absetzen, wußte aber, wir werden uns wieder sehen.
Mit einem Bike-Split von 5:06 konnte ich sowohl den eigenen, als auch den Teamrekord um 8 Minuten drücken.

Runter vom Rad rein in die Laufschuhe. Der Marathon begann perfekt. Das erste Viertel war zwar viel zu schnell und ich musste mich zwingen langsamer zu laufen. Je länger der Marathon andauerte um so leichter fiel es mir das Tempo zu reduzieren. Kurz nach dem Lindwurm in Klagenfurt kam es wieder zum Blickkontakt mit Peter, der von hinten heranflog. Beim Halbmarathon war es dann soweit. Peter überholte mich mit einem unglaublich hohen Tempo. Ich hoffte er kann das Tempo halten, denn die 10 Stunden lagen in der Luft.
Auf der zweiten Hälfte des Marathons wurde der Schritt allmählich kürzer und bei Km 30 war es leider wieder mal soweit. Gezwungen von Kreislaufproblemen legte ich zur Sicherheit einen Spazierkilometer ein. Als ich mich ein wenig erholt hatte, lief ich die letzten 10 Kilometer so schnell es ging heim und hatte beim Einbiegen in den Zielkanal eine Zeit von 10:15 vor mir stehen.
Ziel erreicht und Ziel erreicht.

Gratulation an meinen Teamkollegen Peter zu den unglaublichen 9:55 !
Gratulation an meinen Teamkollegen Alex – du bist der wahre Mental-Hero im Team !

bis bald
Mario

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