Es kam alles anders

4 06 2011

Eigentlich sollte dieser Bewerb das Wettkampf-Highlight dieses Jahr werden. Doch es kam alles anders.

Gut drauf und fit reisten wir diesmal schon am Freitag nach St. Pölten an. Peter war schon vorgefahren und hatte auch unsere „Rennmaschinen“ mitgenommen, die uns bereits in unseren Zimmern erwarteten. Nach kurzem frisch machen ging es in die City zum Abendessen.

Am Samstag machten wir uns dann nach dem Frühstück auf den Weg in die IM-City um uns zu registrieren und anschließend ein bisschen durch die Stände zu flanieren. Das Wetter war diesmal wie aus dem Bilderbuch, Sonnenschein und 27°. Leider, wie sich dann am Sonntag herausstellte. Am Nachmittag chillten wir am See und zogen gemeinsam die ersten Neorunden im kühlen Nass. Am späten Nachmittag warteten wir einen massiven Regenschauer ab und gingen unsere „Maschinen“ einchecken. Am Abend stießen auch noch Andrea und Lena zu uns und wir gingen alle gemeinsam ein paar Kohlenhydrate aufnehmen.

Dann der Wettkampftag: Nach einem ausreichenden Frühstück machten wir uns auf in Richtung See. Alex startete gleich um kurz nach 7, ich folgte dann um 7:40 in der 5ten und Peter in Welle 7. Also standen wir drei nicht wirklich im Duell Mann gegen Mann. So konnte auch keiner von uns die tatsächliche Team-Platzierung erahnen. GOTT SEI DANK!

Beim Schwimmen hatte ich diesmal die wenigsten Probleme, wie sich im Nachhinein herausstellte. Ich kam gleich gut in einen Rhythmus und musste nur einmal ein paar Schläge einstecken. Zwischen den beiden Seen lief ich als würde mich der Teufel holen um möglichst schnell wieder ins Wasser zu kommen. Als ich aus dem kühlen Nass stieg fiel mein Blick ganz kurz auf die Uhr und ich wußte, dass ich noch auf Kurs war. Der Wechsel war diesmal sehr langatmig, da der Weg durch die ganze Wechselzone führte.

In gewohnter Manier ging es dann am Rad gleich ordentlich zur Sache. Kaum auf der S33 angekommen fielen die Kilometer, einer nach dem anderen. Es war aber nicht wie letztes Jahr, als der Wind von hinten kam. Ich habe zwar einen Athleten nach dem anderen überholt, trotzdem hatte ich das Gefühl von Anfang an ein bisschen langsamer unterwegs zu sein. Nach ca. 15 Kilometern war ich voll in meinem Tritt und fühlte mich sehr gut. Nun versuchte ich nicht zu überzocken und fuhr ein kontrolliertes Tempo. Nach ca. 70 Kilometern war es dann wieder mal so weit: der nicht enden wollende Anstieg war zu bewältigen. Anfangs ging es noch ganz gut doch dann rächten sich meine Beine in denen einfach zu wenige Trainingsstunden und -kilometer steckten. Da stand er das erste Mal, der Mann mit dem Hammer. Oben angekommen versuchte ich möglichst viel Flüssigkeit und Energie aufzunehmen um halbwegs fit zum zweiten Wechsel zu kommen.

Dieser ging mir dann auch noch verhältnismäßig leicht von der Hand. So machte ich mich auf die 21km-Laufstrecke. Das erste Viertel lief noch alles nach Plan, aber dann ging es bergab. Ein Krampfanfall jagte den nächsten und Seitenstechen kam auch noch dazu. Der Halbmarathon war diesmal wirklich eine endlose Quälerei von Labstelle zu Labstelle. Ich schüttete alles in mich rein was ich kriegen konnte und musste sogar ein paar mal gehen. Ja nun saß er mir ständig im Nacken, der Mann mit dem Hammer. Auf den letzten Kilometern kam ich dann noch mal in Fahrt, aber dar war es schon viel zu spät und das Rennen bereits gelaufen.

Mit einer Halbmarathonzeit von ca. 1h 40min und einer Endzeit von über 5 Stunden kam ich dann ins Ziel. Sehr enttäuscht aber auch irgendwie nicht verwundert nahm ich diese Niederlage hin so wie sie war. Der Tupfen am i war natürlich dann noch Peters schnellere Zeit, das bohrte mir schon noch zusätzlich einen Dorn in meinen geschunden Körper und mein Ego.

Aber wie hat es Mario bereits gut zitiert, ein guter Wein wird mit dem Alter besser und Peter scheinbar auch. Auf diesem Weg nochmals herzliche Gratulation, du hast es als erster im Team geschafft mich vom Thron zu stoßen. Jetzt gab es eine Rekowoche und nun wird wieder nach vorne geschaut und ordentlich trainiert. Die Runnigtour steht als nächstes am Plan, mal schauen ob da was geht …

Bis Bald euer
Ironmike

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